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 Mein Lebenslauf,

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Woiperdinger
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Ort : Hunderdorf, Bayern

BeitragThema: Mein Lebenslauf,   So 11 Okt - 17:39:33

Huhu Ihr Lieben,

Ich wollte das nicht in das Forum "Vorstellung" setzen,
da ja auch keiner hinter mir steht und ich mich dadurch nicht bedroht fühle.

Damit Ihr mich einmal besser kennen lernt, erzähle ich Euch nun ein bisserl aus meinem Leben.

Mein Lebenslauf:
Als ich geboren wurde, war ich noch sehr jung. Meine Eltern waren gerade nicht zu Hause. Auf dem Tisch lag ein Zettel: Die Milch steht im Ofen. Meine Eltern waren auf dem Feld, um Kartoffeln zu holen. Es war zwar nicht unser Feld, aber Kartoffeln holten wir uns trotzdem.
Wir waren zu Hause 20 Geschwister: zehn Jungen, neun Mädchen und ein Blindgänger. Wir hießen alle Walter, bis auf Emil, der hieß Otto. Meine Mutter war eine geborene Bundesbahn, das stand auf unseren Handtüchern. Eine Uhr hatten wir nicht. Wenn der große Eimer, wo früher einmal Marmelade drin war, voll war, dann war es 6 Uhr. Hatte Vater aber eine Bierreise gemacht, so ging der Eimer zwei Stunden vor. Wir schliefen alle in einem Zimmer mit Gasmaske. Das Handtuch stand gleich hinter der Tür. Da wir nur ein Bett hatten, war es mit dem Schlafen sehr schwierig. Das erste Kind wurde ins Bett gelegt und wenn es eingeschlafen war, wurde es wieder herausgenommen und an die Wand gestellt. Dann kam das nächste Kind an die Reihe. Nur mit dem Wecken war das so eine Sache. Ich bin einmal 15 Tage stehen geblieben, weil mich niemand geweckt hat. Es ist gar nicht aufgefallen.

Wir waren auch eine sehr musikalische Familie. Meine Mutter nähte auf einer Singer-Nähmaschine.
Mein Vater ist zur Zeit im Gefängnis wegen seines Glaubens. Er glaubte, er brauchte keine Miete zu bezahlen.
Er war auch ein grosser Sänger - er sank immer tiefer, jetzt brummt er schon 3 Jahre.
Am musikalischsten war aber meine kleine Schwester, die ging schon bei der Geburt flöten.
Mein einer Bruder ist Verwandlungskünstler. Er geht ins Cafe mit einem alten Mantel und kommt mit einem neuen zurück.
Meine Schwestern waren alle furchtbar dünn. Die eine mußte immer zweimal ins Zimmer kommen, bis man sie einmal sah. Die andere hat jetzt Zwillinge bekommen, die sehen sich sehr ähnlich, besonders der eine.
Ich selbst war eine schwere Geburt. Mein Vater sagte damals: "Mutter, wenn es nicht geht, so laß es sein."
Später ging ich zur Hilfsschule. Was ich da helfen solle, weiß ich bis heut noch nicht. Ich war immer der Liebling der Lehrer. Ich durfte immer die gleiche Klasse besuchen. Die anderen mußten immer eine höher rutschen. Einmal mußten wir einen Aufsatz schreiben.
Der hieß: >>Der Hund<<.
Ich schrieb: >>Dem habe ich den Schwanz abgeschnitten, jetzt weiß meine Mutter nie, wenn er sich freut.<<
Dann kam ich in die Lehre in ein Konsumgeschäft. Die hatten hinter dem Ladentisch immer so glatt gebohnert. Ich rutschte immer aus und fiel mit der Hand in die Ladenkasse - dabei bekam ich immer einen Krampf in die Finger.

Danach ging ich zu einem Fotograf. Bei dem konnte ich mich nicht entwickeln, weil mein Chef mich immer zu sehr fixierte. Einmal kam eine Frau zu mir und sagte, ich solle ihr die Familie vergrößern. Ich sagte zu ihr: "Gehen sie gefälligst zu dem, der damit angefangen hat." Das war das Ende meiner Entwicklungsperiode. Dann kam ich zu einem Schmied. Als ich mit dem Meister am Amboss stand, sagte er: "Wenn ich nicke schlägst du zu!" - Er hat nur einmal genickt, dann war ich entlassen. Dann versuchte ich mein Glück beim Theater. Im Schauspielhaus hatte ich bei einem Stück auf die Bühne zu kommen und zu sagen: "Sie kommen nicht." Ich bin auf die Bühne gegangen und da sagte eine Frau aus einem Kasten: "Sie kommen noch nicht". Da bin ich eben wieder gegangen. Der Direktor sagte, ich sei unbezahlbar - er hat mir dann auch nix gegeben.
Wenn man nichts kann und nichts weiß, bleibt einem nur ein Ausweg: man wird Polizist. So bin ich Polizist geworden. Mein Vorgesetzter zeigte mir mein Revier. Er sagte, bis zu dem roten Punkt müsse ich als Streife gehen. Ich zog los. Nach 15 Tagen war ich wieder zurück. Der rote Punkt war das Schlußlicht eines Transporters auf dem Weg nach Hamburg.
Anschließend ging ich mit meinem Bruder auf die Wanderschaft. Der war nämlich Pfadfinder. Was der schon alles gefunden hat, das haben andere noch gar nicht verloren. Einmal fanden wir einen Strick, da war noch eine Kuh dran. Der Richter wollte uns nachher gar nicht glauben, daß wir dieses noch gar nicht bemerkt hatten. Deswegen gab er uns 2 Jahre freie Kost und Logie. Da entdeckte ich meine poetische Ader. Ich verfaßte eine Anzahl schöner Gedichte, von denen ich nun eins vortragen möchte:
Ein Stinktier saß auf einer Bank und stank.
Es hatte keine Eile,
es stank aus Langeweile.
Und als die Sonne war gesunken,
da hat es immer noch gestunken.

_________________
Liebe Grüße,
Euer Mani



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